Fahrradtour – Die ultimative Kartenlösung unter Android Teil 1

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Der echte Fahrradwanderer hat natürlich den grünen Androiden auf seinen Touren dabei. Nicht etwa, weil das iPhone schlechter wäre oder es nicht genügend Halterungen gäbe. Nein, Googles OS hat einfach die Nase vorn, wenn es um Kartensoftware geht, die einen von A nach B und dann nach C und D bringt. Hierbei spreche ich insbesondere von den beiden besonders praxistauglichen Kartenlösungen Locus Map Free/Pro und OruxMaps. Es gibt somit erfreuliches zu berichten. Wir haben unter Android gleich zwei ultimative Kartenlösungen!

LOCUS MAP Free/Pro

„We do not want to dissipate our work among several operating systems. Locus is a very extensive project and the development on other platforms would take a long time. In the meantime, the development would be based on the Android platform. So we have decided to work hard and intensely, and only on one platform – Android.“ (src) (Nicht beirren lassen: Es gibt im App Store von Apple zwar eine App namens Locus, diese hat jedoch nichts mit der komplexen Kartensoftware zu tun, der wir uns heute zuwenden.)

Sind wir jedoch im Besitz eines Mobiltelefons mit Android ab Version 2.1 (alle Versionen darunter werden hier geholfen) steht uns nichts im Weg Locus Map aus dem Play Store von Google zu saugen. Denn die Restriktion, dass ab Android 4.4.2 (KitKat) das Schreiben auf die externe SD Karte -aus Apps heraus- nicht erlaubt ist betrifft nur Alt-Nutzer. (Mehr dazu + Work-Around hier) Nichtsdestotrotz, empfiehlt der Entwickler zunächst die Free-Version zu installieren, um eventuelle Inkompatibilitäten ausschließen zu können. Wenn ihr dann zufrieden sein solltet, könnt ihr die 7,50€ für Locus Map Pro für die Weiterentwicklung immernoch in den Topf geben und ein paar Funktionen mehr bekommen sowie die Werbung deaktivieren.

OruxMaps

Orux Maps ist grundsätzlich kostenlos. Es gibt keine Werbung, wie in Locus Map Free, jedoch eine Donate Version. Für 1,99€ wird die Weiterentwicklung dieser App unterstützt. Während bei Locus Map Pro ein paar weitere Funktionen hinzukommen, dient die Donate-Version nur dem wortwörtlich Sinn: Ihr spendet einen kleinen betrag an den Entwickler. Zudem bietet OruxMaps ein 90-Seiten starkes Handbuch.

Woher bekomme ich Karten für Locus Map?

Der große Vorteil von Locus Map und OruxMaps liegt darin topografische Karten offline anzeigen zu können. Diesen Vorteil genießen wir natürlich nur dann, wenn wir entsprechendes Kartenmaterial besitzten. Doch woher bekomme ich nun das Kartenmaterial? Grundsätzlich gibt es diverse Arten an Karten zu gelangen, denn dieses ist natürlich entscheidendes Qualitätsmerkmal bei der Tourenplanung. Besitzen wir gute Karten landen wir nicht in der nächsten Sackgassen und können auch mal die ein oder andere Steigung auslassen oder hinzufügen.

Eine sehr einfache Methode bietet OpenAndroMaps, welches auf Open Street Maps aufbaut und mittlerweile nochmals nutzerfreundlicher geworden ist. Mittlerweile können die Karten nämlich direkt über den Smartphone Browser (getestet mit Chrome) automatisch in die App geladen werden. Das Smartphone muss somit nichtmal mehr mit dem Rechner verbunden sein bzw. entfällt es die Dateien manuell zu verschieben.

  1. Maps herunterladen. Länderspezifisch (z.B. Europa) oder Eurovelo-Strecken (z.B. EV10)
  2. Theme herunterladen. Es stehen die Themes Wandern/Rad und MTB zur Auswahl, die sich durch ihre unterschiedliche Legende voneinander unterscheiden.

Eine Übersichtskarte für die Welt bekommt ihr übrigens auch dort, wobei dies ein lediglich optionaler Schritt ist!

Solltet ihr lediglich einen weißen Screen sehen, wird euch folgender Beutrag aus den FAQ sicherlich weiterhelfen.

Bei erstmaligen Laden der Karten schalten manche Apps auf zoomlevel 0-1, das bedeutet das Sie die Karte in Stecknadelgrösse sehen = eine weisse Fläche. Lösung: Zoomen sie 5-6mal in die Karte hinein, dann passt es

Zwischenfazit: Die Kartensoftware läuft also schonmal und wurde mit erstem Kartenmaterial versorgt. Vermutlich folgt noch ein Teil 2 mit weiteren Infos zu Karten und PiPaPo, bleibt also dran.