BURGFYR Bikepacking Bericht SCT: 600 km durch Schwedens Süden Teil IV

title

Vorwort: Mein Biketrip durch Schweden ist Routentechnisch relativ ungeplant. Die grobe Route ist definiert, wird aber tagesaktuell -nach List und Laune- nochmal angepasst. Zur Navigation dient mir Orux Maps. Strom liefert mir ein Nabendynamo sowie ein Akkupack, der hieran angeschlossen wird. Ist dieser voll aufgeladen, lade ich direkt mein Smartphone am Akkulader. Mein Fahrrad ist ausgestattet mit zwei BOBs, einer SLOTBAG Custom Build, einer FENDER sowie zwei Prototypen. (Mehr zu Ausrüstung und Equipment, hier.)

»Hier gehts zu Teil III

Kurz zur Technik, weil danach gefragt wurde: Der USB-Lader gibt ab rund 10-12 km/h Strom ab. Das reicht zwar nicht, dass das Smartphone die ganze Zeit angeschaltet sein könnte, aber die Powerbank die sicher verstaut in der SLOTBAG liegt nimmt den Strom auch dankbar entgegen. Meine Taktik besteht also darin, das Smartphone-Display -in den Zeiten wo ich nicht gerade die Karte abzulesen brauche- auszuschalten. Am Ende des Tages lade ich dieses dann an der Powerbank auf. Das läuft also schon mal.

Was auch läuft ist meine Kartensoftware, die die Wegstrecke trackt und auf der ich mir -wie jeden Morgen- ne halbwegs passende Route parat lege. (BTW: Mehr zu Kartenlösungen) Nun aber zurück zur nächsten Etappe, wobei das rund 70km weiter nördlich gelegene Våxtorp angepeilt ist.

Nachdem ich das nicht weiter sehenswerte Svalöv hinter mir gelassen habe und nach rund 2-3km, Asphalt gegen einen Waldpfad eintausche …

DSC_0074

… führt mich der Pfad zunächst an einem Teich entlang, um sich im Anschluss …

DSC_0080-w900 Kopie

… in einen anfangs mäßig, später ziemlich zugewachsenen Trail zu verwandeln.

DSC_0090-w900

Diesen verlasse ich dann auf den paar letzten Metern auch fast genauso plötzliche wieder. Mitten auf dem Weg liegt nämlich ein umgestürzter Baum, in welchen ich beinahe und mit ziemlich hoher Geschwindigkeit hineinkrache und nur um Haaresbreite noch ausweichen kann. Naja, ganz ausgewichen bin ich dem Gewächs letzten Endes dann doch nicht. Ein paar Abschürfungen und Kratzer hat mir das Totholz mitgeben können. Nichtsdestotrotz war es ein netter Spaß hier im Flachland.

DSC_0091-w900

Auch auf sowas kann man hier treffen. Das größte „ausgesetzte“ Objekt, dass ich bis dato im Wald gefunden hatte, war ein alter Toaster. Das hier ist nochmals etwas größer und -wie ich feststellte- auch etwas abgebrandter.

DSC_0077-w900

Und auch auf Elche kann man hier treffen, dies lassen nicht zuletzt die Warnschilder vermuten und -für einen Moment- mein ich auch einen gesehen zu haben. Andererseits war ich mir nicht mehr so sicher, nachdem ich die Bilder anschließend nochmal durchgegangen bin. (Vielleicht errinert sich der ein oder andere an die Top Gear Folge, in der es der Crew unmöglich war Tiere in Afrika abzulichten. So in etwa kam es mir auch vor.)

DSC_0103-w900

Hier eine weitere Aufnahme einer wilden, eng mit dem T-Rex verwandten Kreatur. Diese kreuzte am Vormittag gemächlich die Straße. Tieraufnahmen sind wohl echt nicht mein Ding. (Hinten links!!)

DSC_0117-w900

Kein Glück mit Tieraufnahmen aber mit der Nahrungsversorgung. Denn glücklicherweise bewahrheitet sich mal wieder meine Annahme, dass jeder Ort mit mehr als drei Einwohnern mindestens eine Pizzeria hat und so hat natürlich auch Lungjeby eine. In dieser bleib ich. Cola Pepsi und Pizza sind Sportlernahrung 2.0 und der Gastwirt, der gerade an seiner Fassade rumwerkelt erzählt mir von einem bayrischen Radler, der sich zum Nordkap aufmachte und an selbiger Pizzeria hielt. Beim Abschied verspreche ich ihm, sollte ich jemals zum Nordkap fahren auch wieder an einer seiner Pizzerien (er hat gleich zwei davon, wie sich herausstellte) halt zu machen.

DSC_0096-w900

Nun aber geht es weiter. Frisch gestärkt kann man der Natur eh viel mehr abgewinnen.

DSC_0098-w900

Rönne å so der Names des Flusses

DSC_0102-w900

DSC_0113-w900

DSC_0197-w900

DSC_0115-w900

1/4 Meile Stein – Ein steinerner Leitpfosten

Das Wetter ist weiterhin bestens und so halte ich dann und wann mal an, um an einem der Seen ne kleine Pause einzulegen.

DSC_0135-w900

DSC_0136-w900

Taking a break …

DSC_0120

Limokuriositäten #2: NOCCO BCAA+ (No Carbs. LEL)

DSC_0143-w900

Lagan (See) in der Nähe von Laholm (Ort)

Letzen Endes spuckt mich der Weg auf der Südseite Schwedens wieder aus. Hier entscheide ich auch zu bleiben, ehe ich mich dann auf die bereits in der Ferne zu sehenden Seite aufmache und das Vergnügen habe einen kleinen Küstentrip zu machen.

DSC_0168-w900

Zeit mal wieder das Zelt aufzuschlagen. Es wird übrigens erstaunlich kalt an diesem Abend, sodass ich mir noch einen Pfefferminz-Tee koche und mich im Anschluss schnellstmöglich in den Schlafsack verkrieche.

DSC_0174-w900

Praktischerweise habe ich mein Fahrrad samt Zelt direkt an einem Strandabschnitt geparkt und da die Temperaturen morgens relativ schnell ansteigen, sage ich zu einem erfrischendem Bad in einem Arm der Ostsee, ich mein der Nordsee .. ähm Ostsee nicht nein. (Kattegat)

DSC_0193-w900

Strandspaziergang ohne Folgen

DSC_0185-w900

Mhh. Wasser.

Es folgt noch mindestens ein weiterer Teil der Bikepacking Schwedentour. Bleibt also dabei und folgt uns auch gleich auf Twitter! Dann verpasst Ihr keinen Eintrag! Zu Teil V